Gerlinde Berghofer
COO und Co-Founder von BehaviorQuant
Warum selbst kluge Investoren schlechte Entscheidungen treffen
Die meisten Menschen wissen, dass Kapitalmärkte langfristig Vermögen aufbauen können.
Und trotzdem investieren viele weniger, als sie eigentlich könnten.
Ein großer Teil privater Vermögen liegt weiterhin in Cash oder niedrig verzinsten Sparformen. Deshalb beschäftigen sich Regulatoren zunehmend mit der Frage, wie mehr Menschen zum Investieren motiviert werden können (Quelle: Financial Conduct Authority, 2025, DP25/3 – Expanding Consumer Access to Investments, FCA).
Die naheliegende Erklärung lautet oft: ein mangelndes Verständnis von Risiko. Doch die Realität ist komplexer. Viele Investoren zögern nicht wegen Risiko – sie vermeiden Entscheidungen unter Unsicherheit..
Psychologische Forschung beschreibt mehrere Mechanismen dahinter – darunter Ambiguitätsaversion, Verlustaversion und Entscheidungsstress. Diese führen dazu, dass Menschen Entscheidungen aufschieben oder ganz vermeiden, wenn Ergebnisse schwer einschätzbar sind (Quelle: Kahneman & Tversky, 1979, Prospect Theory, Econometrica)
Warum Unsicherheit Entscheidungen blockiert
Wenn Unsicherheit ein zentraler Faktor von Entscheidungsproblemen ist, verändert sich auch die Rolle von Beratung und Investmentprozessen.
Für Vermögensberater bedeutet das, Investoren dabei zu helfen, Unsicherheit besser zu strukturieren.
Für Portfolio Manager und Investmentteams bedeutet es, Entscheidungsprozesse bewusster zu reflektieren.
Drei Ansätze haben sich dabei als besonders wichtig erwiesen.
- Komplexität reduzieren
Klare Entscheidungsstrukturen helfen Investoren und Investmentteams, Entscheidungsstress zu reduzieren. - Verhalten sichtbar machen
Menschen reagieren unterschiedlich auf Verluste, Volatilität und Unsicherheit. Wenn diese Muster sichtbar werden, lassen sich Entscheidungen stabiler gestalten. - Entscheidungen über Zeit beobachten
Entscheidungsverhalten verändert sich mit Marktphasen und Erfahrung. Deshalb reicht eine einmalige Einschätzung von Risikoneigung oder Präferenzen oft nicht aus.
Hier entstehen zunehmend neue Ansätze im Investmentprozess: Verhalten wird systematisch analysiert und über Zeit beobachtet.
Technologien wie die von BehaviorQuant ermöglichen es Vermögens- und Finanzberatern, Investmentteams und Family Offices, Entscheidungsverhalten besser zu verstehen und auch in unsicheren Marktphasen konsistent zu handeln.
Denn langfristiger Anlageerfolg entsteht nicht nur durch Portfolios - sondern durch die Qualität der Entscheidungen, die zu ihnen führen.
BehaviorQuant – weil gute Entscheidungen beim Menschen beginnen.
Für einen Austausch oder weitere Informationen:
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