Gerlinde Berghofer
COO und Co-Founder von BehaviorQuant
Von der Verwaltung zur Begleitung – Kundenbeziehungen lebendig machen
Erfahrene Vermögensberater wissen: Der größte Teil des Geschäfts kommt von Bestandskunden. Gleichzeitig sind genau diese Beziehungen heute anspruchsvoller denn je.
Wie schnell und wie genau erkennen Sie, wenn Veränderungen im Leben Ihrer Kunden deren persönliche Vorlieben und ihr Entscheidungsverhalten beeinflussen?
Aktuelle Erkenntnisse – warum sich Ihre Bestandskunden mehr wünschen
- Eine aktuelle Avaloq-Umfrage zeigt, dass 79% der Anleger ihren Berater grundsätzlich als vertrauenswürdig empfinden. Trotzdem nennen 42% ein fehlendes Vertrauen und 37% mangelnde Transparenz als Wechselgründe. (Clients aren’t as loyal as they used to be – Avaloq survey. WealthBriefing/Avaloq, 2025).
- Accenture stellte fest, dass 90% der Wealth-Management-Kunden die Beratung als zu allgemein wahrnehmen und sich deutlich mehr Individualität und Kontext wünschen. (Wealth Management Consumer Report: The New State of Advice. Accenture, 2021).
- Der EY Global Wealth Management Report 2024 betont: Personalisierung ist kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine zentrale Erwartung an Vermögensverwalter. (2024 EY Global Wealth Management Industry Report: Rethinking the how. EY, 2024).
Die Botschaft: Bestandskunden wollen bleiben – aber nur, wenn sie sich ernsthaft gesehen und begleitet fühlen.
Die Lücke im täglichen Management
Oft konzentriert sich die Beratung zu Beginn auf das Risikoprofil und Marktentwicklungen. Die psychologischen Aspekte und veränderten Lebensziele bleiben jedoch oft unberücksichtigt.
Regulatorisch fordert die ESMA laufende Aktualisierungen der Eignungsprüfungen – inklusive Zielen, Erfahrungen, finanzieller Situation und Präferenzen. Im Beratungsalltag ist das für viele Berater eine echte Herausforderung (Guidelines on certain aspects of the MiFID II suitability requirements. ESMA, 2018/2023).
Der Paradigmenwechsel mit BQ Advisory
BQ Advisory bietet Vermögensberatern die Möglichkeit, Bestandskunden nicht nur zu verwalten, sondern aktiv und datenbasiert zu begleiten:
- Wissenschaftlich fundierte, regelmäßig wiederholte Behaviorale-Dialoge erfassen Veränderungen.
- Das Berater-Dashboard zeigt Trends und individuelle Verläufe statt statischer Momentaufnahmen.
- So entstehen tiefere Einblicke in Werte, Risikoeinstellungen und Zufriedenheit – echte Gesprächsanlässe inklusive.
Damit schaffen Sie die Grundlage, um Bestandskunden nicht nur zu verwalten, sondern kontinuierlich zu begleiten: mit besseren Gesprächsanlässen, klareren Prioritäten und spürbar persönlicheren Kontakten.
Drei Ansatzpunkte für 2026: Mehr Begleitung, weniger Verwaltung
Wenn Sie 2026 bewusst von Verwaltung zu Begleitung wechseln möchten, sind aus unserer Sicht drei Schritte entscheidend:
- Regelmäßige Behaviorale-Dialoge etablieren
Machen Sie aus dem einmaligen Kundenprofil einen wiederkehrenden Dialog – als festen Bestandteil Ihres Serviceversprechens. - Verlaufssichten nutzen
Erkennen Sie Trends und Veränderungen frühzeitig, statt nur einzelne Zeitpunkte zu betrachten. - Beratung konsequent personalisieren
Bauen Sie Gespräche auf Behaviorale-Trends auf und schaffen Sie für Kunden das Gefühl echter Nähe und Relevanz.
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